Stirb, du angehende Rotznase

31. August 2007

Embryo 12. Woche30 angehende Rotznasen werden in der Schweiz abgetrieben, täglich. Zum Glück 95% davon vor der 12. Woche (siehe Bild), womit die nicht angehende Mutter auch straffrei bleibt. Rund 200 Glückskinder werden täglich in der Schweiz geboren. Es wird also etwa jede siebte Schwangerschaft abgebrochen. Diese Zahlen (pdf) aus dem Jahr 2005 stammen vom Bundesamt für Statistik.

Das Strafgesetzbuch der Schweiz enthält folgende Artikel:

Art. 119 (54)
1 Der Abbruch einer Schwangerschaft ist straflos, wenn er nach ärztlichemUrteil notwendig ist, damit von der schwangeren Frau dieGefahr einer schwerwiegenden körperlichen Schädigung oder einer schweren seelischen Notlage abgewendet werden kann. Die Gefahr muss umso grösser sein, je fortgeschrittener die Schwangerschaft ist.
2 Der Abbruch einer Schwangerschaft ist ebenfalls straflos, wenn er innerhalb von zwölf Wochen seit Beginn der letzten Periode auf schriftliches Verlangen der schwangeren Frau, die geltend macht, sie befinde sich in einer Notlage, durch eine zur Berufsausübung zugelassene Ärztin oder einen zur Berufsausübung zugelassenen Arzt vorgenommen wird. Die Ärztin oder der Arzt hat persönlich mit der Frau vorher ein eingehendes Gespräch zu führen und sie zu beraten.

Jede siebte schwangere Frau in der Schweiz befindet sich also mindestens in einer Notlage. Hier, in der Schweiz, wo wir uns doch täglich auf die Schulter klopfen, dass unsere Sozialwerke funktionieren. Es gibt hier noch viel zu tun. 30 Notlagen pro Tag: Frauen, wehrt euch, das darf nicht sein. Das Gespräch mit dem Arzt ist sicher gut, aber ist es sinnvoll, den Bäcker zu fragen, ob man Brot kaufen soll oder nicht?

Auch Männer sollten sich wehren, denn sie haben auf diesen Vorgang keine Einfluss, sofern sie von der Schwangerschaft überhaupt wissen. Interessant ist auch die Tatsache, dass 50% der Abtreibungen von ausländischen Frauen gemacht werden.

Folgender Artikel im SGB machte mich auch ein wenig stutzig:

Art. 119 Fortpflanzungsmedizin und Gentechnologie im Humanbereich
2 Der … folgende Grundsätze:
a. Alle Arten des Klonens und Eingriffe in das Erbgut menschlicher Keimzellen und Embryonen sind unzulässig.

Ein bisschen rumfummeln an den Genen eines Embryos ist unzulässig und unter Strafe gestellt. Das rudimentäre Töten jedoch ist straffrei. Hergottnochmal, was müssen das für schlimme Notlagen sein? Leben soviele schwangere Frauen unter den Brücken hier? Ich bin enttäuscht.

Da Lob ich mir den Verein Mamma, die Hilfe für Mütter in Not anbieten. Die tun was.


Muschi = weniger Arbeit

30. August 2007

Vagina - Warum männer länger arbeiten müssenWie bereits früher in diesem Blog erwähnt (Schwanz = mehr Lohn), fiel die Juso Aargau mit einem herrlichen Wahlplakat in der Schweizer Press auf.

Auf Genderama in den Kommentaren ist nachzulesen, wie sich Herr KdN näher für diese Werbung interessiert und bei JuSo Aargau nachgefragt hat:


Frauen verdienen 21% weniger?
Könnte ich bitte von Ihnen ein Beweis für diesen absoluten Schwachsinn haben?
Aber Sie sind in guter Gesellschaft, denn Frau Bundesrätin Calmy-Rey, das Büro für Gleichberechtigung und nun Sie, schreiben einfach die Unwahrheit.

Herr KdN hatte auch Bundesrätin Calmy-Rey auf einen Fehler in einer ihrer Reden aufmerksam gemacht. Sie gab den Fehler zu und räumte ein:


Der Wert von 20 % bezieht sich auf die Lohndifferenz, d.h. um die Differenz zwischen dem Meridian der Frauen- und demjenigen der Männerlöhne

Die Frage der „Gleichwertigkeit“ der Arbeit wird in dieser Berechnung nicht gestellt.

Die Lohndiskriminierung ist in der Schweiz dennoch leider noch nicht „fast ganz verschwunden“. Im Durchschnitt betrug
sie 2004 rund 10 %. Es handelt sich bei diesen 10 % um Lohnunterschiede.

Herr KdN zitiert in seinem Schreiben an die JuSo, den für Arbeit und Gleichstellung zuständigen EU-Kommissar Vladimir Spidla:

Der Lohnunterschied von weniger als 10% ergibt sich aus folgenden Gründen. Frauen arbeiten viel mehr Teilzeit (>76%), sie führen schlechtere Lohnverhandlungen, suchen sich Jobs in schlechter bezahlten Branchen und leisten viel viel weniger Überstunden.

Den Meridian zu nehmen ist also kompletter Unsinn. Oder regt sich jemand auf, wenn er weniger verdient, weil er weniger arbeitet? Frauen vielleicht? Ne, oder? Mehr Lohn für weniger Arbeit! Jetzt! Dann hör ich auf und zieh mir den Lohn von Daniel Vasella rein.

Die Antwort der JuSo fiel mager aus:


Und wieso Sie daruauf kommen wir würden Männer diskriminieren verstehe ich nicht.

Wir beziehen uns in unserer Kampagne immer auf Zahlen von lohngleichheit.ch

Auch wenn diese komplett falsch sind?

Herr KdN gab sich mit dieser Antwort nicht zufrieden, hakte nach und verlangte Klärung. Unter anderem:


Oder wieso wird in Ihrer Kampagne ein riesiger Penis abgezeichnet? Ist die Gesellschaft männlich? Oder wie würden Sie es sehen, wenn auf einem Plakat eine riesige Vagina gezeichnet wäre und die Frage: „Warum Männer immer noch 2 Jahre länger arbeiten müssen als Frauen.“

Es sind, nach einer Übergangsphase, in Realität nur ein Jahr Unterschied. Ich habe micht trotzdem davon inspirieren lassen, und das obige Plakat entworfen.
Bis jetzt erhielt Herr KdN keine Antwort mehr. Ich bin gespannt und halte die Leser auf dem Laufenden. Herzlichen Dank an Herrn KdN für diesen Mail Wechsel.

Vielleicht entwickelt sich dieses Blog zu einer Plattform für Leute, die nachfragen. Auch ich habe das schon einige Male getan, und werde in Zukunft mehr aus solchem Mail-Verkehr posten. Wenn ihr also etwas habt, immer her damit. Kontaktadresse ist hier ersichtlich.


Ich mach dich fertig

28. August 2007

StalkingStalking ist ein modernes Thema. Immer wieder neue Studien werden dazu erstellt. So auch die Arbeitsgruppe „Stalking“ der Technischen Universität Darmstadt. Sie suchen für ihre neueste Studie Personen, die Opfer von Stalking geworden sind, um die Auswirkungen auf den Alltag dieses Verbrechens zu untersuchen.

Teilnehmerinnen dringend gesucht
Bei der Studie geht es um die Erfahrungen von Frauen, die sich aus einer problematischen Beziehung gelöst haben…
Frauen, die nach der Trennung von ihrem Expartner verfolgt, bedroht oder belästigt wurden und/oder Gewalt in der Beziehung erlebt haben, möchten wir bitten den entsprechenden Fragebogen auszufüllen:

Es werden Frauen gesucht. Entweder haben die Leute dieser Universität schon genügend Männer für ihre Studie gefunden, oder es gibt schlicht keine Männer, die Opfer von Stalking wurden. Ein Zustand, der so nicht weiter bestehen kann.

Eine Wohltat ist daher Dagmar Aversano-Schreiber. Auch wenn sie nach Dubai ausgewandert ist, war es ihr möglich, ein Buch über Stalking zu schreiben. Nicht einfach nur ein Buch, sondern ein Ratgeber für Täterinnen. In Kürze sollte es genügend Männer als Opfer von Stalking geben. Im Namen der Wissenschaft: Danke Dagmar.

In Deutschland und Österreich wurden kürzlich neue Gesetze verabschiedet, die besseren Schutz gegen Stalking gewährleisten sollen. (Oje Dagmar, Anstiftung zu einer Straftat? Egal, in Dubai wird dir nicht viel passieren). Herübergeschwappt sind diese Gesetze von den USA und Kanada, wo diese seit längerer Zeit gültig sind. Auch in der Schweiz hat Bernhard Hess von den Schweizer Demokraten (sind wir nicht alle Demokraten?) eine Motion für ein Anti-Stalking Gesetz eingereicht.

Die Motion wird wohl in der nächsten Session zu den Traktanden gehören. Der Bundesrat gab schon jetzt seine Meinung zu dem Thema ab, und kommt zu dem Schluss:

Aus heutiger Sicht scheint aber eine Ergänzung des Strafgesetzbuches um eine spezielle Stalking-Bestimmung nicht erforderlich.

Er schlägt vor, die Motion abzulehnen. Die bestehenden Zivil- und Strafgesetze würden jede Form von Stalking bereits abdecken. Aber dort steht nirgends drin, was passiert, wenn mir eine Sau drei Mails schreibt, ohne dass ich antworte. HILFE!


Schwanz = mehr Geld

28. August 2007

Juso - männer verdienen mehrEinen Schwanz zwischen den Beinen zu haben hat in der Schweiz so einige Vorteile. Ich wusste schon immer, so ein Ding ist multifunktional. So verdienen wir Männer mehr Geld als die Frauen, für die gleiche Arbeit. Auf diese unhaltbare Tatsache macht uns die Juso mit ihrer neuesten Werbung aufmerksam.

Dabei können die Frauen heute die gleiche Arbeit verrichten wie die Männer. Beweise dazu gibt es zu Genüge. Man schaue sich nur das Heer der Frauen im Untertagebau, bei der Müllabfuhr, in der Schwermetallindustrie oder auf dem Bau an. Berufe die zurecht, da Risiko beladen, gut bezahlt sind. Zumindest im Vergleich zu Verkäuferin oder Coiffeuse.

Männer sterben früher als Frauen. Frauen beziehen daher länger AHV und andere Sozialversicherungen. Frauen arbeiten schliesslich weniger Wochenstunden und hören im Alter auch früher auf. Wenn nicht schon ein Kind und eine Familie sie an den Herd gezwungen hat. Um auch hier eine Gleichstellung zu erreichen, muss der Lohn der Frauen immens erhöht werden. Am besten pauschal das Doppelte eines Mannes. Somit kann sie für das soziale Wesen in der Schweiz einen gleichen Anteil leisten. Sie muss sich nicht mehr schämen.

Zum Schluss noch ein kleiner Wutausbruch. Wie blöd sind eigentlich unsere Führer in der Wirtschaft? (Nebensächlich zu erwähnen, dass die meisten davon Männer sind). Wenn die Frauen schon für weniger Geld arbeiten als die Männer, warum stellen die nicht einfach nur Frauen ein? Von einer Einsparung von 21% träumt doch jede Geschäftsleitung. Und das funktioniert solange Frauen bereit sind, für weniger Geld zu arbeiten. Hergottnochmal, denkt doch mal nach!

Edit: oben genannte Werbung findet auch Erwähnung im Genderama Blog.


Zum Kuckuck, Betrug

27. August 2007

VaterschaftsbetrugFachleute schätzen, dass etwas 5 Prozent der Kinder in der Schweiz nicht vom gesetzlichen Vater sind. Pro Jahr und 1000 Einwohner werden in der Schweiz etwas 10 Kinder geboren. Das ergibt jährlich 60’000 Neugeborenen. Davon haben 3000 nicht den Erzeuger, der vor dem Gesetz als Vater anerkannt ist. Pro Tag kommen in der Schweiz 8 Kinder zur Welt, die belogen und betrogen werden. Ebenso gibt es 8 neue Väter pro Tag, die einem massivem Betrug zum Opfer gefallen sind.

Tatbestand des Betrugs, wie es im Schweizer Strafgesetzbuch steht.

Art. 146
1 Wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft.

Ich frage mich: Sass schon jemals eine Mutter wegen dieses Betruges im Gefängniss? So eng sollte man das ganze nicht sehen. Schliesslich kann jedem ein kleiner Ausrutscher passieren. Es kann auch nicht verlangt werden, dass wir in jedem Fall für unsere Taten gerade stehen. Und auch wenn der falsche Vater zwar unnötig viel Geld losgeworden ist, so bekam er doch soviel wertvolles in Form eines Kindes zurück.

Der falsche Vater sollte sich glücklich schätzen, dass die Frau (wieder mal) die Sache in die eigenen Hände genommen hat.  Wahrscheinlich ist er ja sowieso unfruchtbar. Ein Glück, dass ein heimlicher DNA Test ohne Einwilligung der Frau in der Schweiz verboten ist. Manche Dinge bleiben besser ungesagt, auch wenn es technisch gesehen ein Betrug darstellt. Wer will schon penibel sein, wenn es um das Wohl von Kindern geht.


Die unbefleckte Vergewaltigung

15. August 2007

Police Car womanEine Frau, nennen wir sie Maria, musste Schreckliches über sich ergehen lassen. Maria fuhr ein bisschen zu schnell mit ihrem Wagen. Zu ihrem Pech wurde sie von einer Polizeistreife angehalten. Der Polizist stellte ihr einen Strafzettel aus und bat sie aus dem Wagen. Bei der völlig unnötigen Untersuchung drückte der Polizist Maria an den Wagen, vergriff sich an ihren Brüsten und steckte ihr Finger in die Vagina. Maria fühlte sich sehr belästigt, sehr erniedrigt und sehr sehr sehr vergewaltigt.

So jedenfalls die unter Eid geleistete Aussage von Maria bei der Polizei. Was Maria nicht wusste: der gesamte Vorfall wurde routinemässig vom Streifenwagen des Polizisten auf Video aufgezeichnet. Das Video zeigt wie ein Polizist Maria anhält, ihr einen Strafzettel verpasst und wie sie weiterfährt. Sie hat ihren Wagen nicht verlassen.

Als sie von dieser Tatsache vom Polizisten informiert wurde, beharrte sie weiterhin auf ihrer Version des Vorfalls. Erst als ihr das Video vorgeführt wurde, sah sie ihre Position geschwächt und gab die Falschaussage zu.

Das tat sie allerdings nicht ohne Entschuldigung: Hätte sie einen Jaguar oder Mercedes gefahren, wäre sie gar nicht angehalten worden. Der Vorfall wäre gar nicht passiert! Es grenzt schon an Nötigung, dass Maria zu dieser Aussage getrieben wurde.

Zu sehen auf diesem Video bei YouTube:

Solche unschönen Ereignisse könne wir nur auf eine Weise verhindern. Wir müssen, mit wir meine ich Staat und Gesellschaft, jeder Frau einen Jaguar oder Mercedes schenken, natürlich freie Wahl, auch was die Farbe betrifft. Zudem dürfen Polizisten zukünftig nur noch Männer wegen Verkehrsdelikte anhalten und büssen. Damit konzentrieren sich Freund und Helfer auf die wirklich bösen der Gesellschaft: die Männer.

Auch müssten wir den Frauen sämtliche Häuser und Wohnungen zur Verfügung stellen. Das hätte gleich zwei Vorteile. Zum einen wären die Frauen immer in Sicherheit und zum anderen hätten die Männer kein ruhiges und familiäres Leben mehr. Es würde nichts übrig bleiben, was eine Frau zerstören könnten, wenn sie zu einer Falschaussage genötigt wäre.


Titten raus – frisch angezapft

9. August 2007

Stillen in der ÖffentlichkeitDer Restaurantverweis einer stillenden Mutter löste eine Solidaritätswelle aus.
So lauten die Einführenden Worte eines Artikels auf 20minuten.ch. Und wie die Solidaritätswelle rollt: Da fordert tatsächlich EVP Kantonalrat Gerhard Fischer, das Restaurants Räume oder Ecken für Mütter, die ihr Kind stillen wollen, zur Verfügung stellen muss. Ich finde, gute Idee! Und wenn wir schon dabei sind: ich hätte auch gerne dark rooms! Mann weiss ja nie, wann einen die Lust überfällt.

«Viele Mütter klagen, ihnen bleibe oft gar nichts anderes übrig, als ihrem Baby in aller Öffentlichkeit die Brust zu geben», weiss Pharmaassistentin Antonietta Suter.

Ja haben denn die armen Mütter kein Zuhause? Das ist allerdings ein Problem.

«Die Brust ist nicht nur Sexobjekt. Dass sie bei stillenden Müttern plötzlich grusig sein soll, ist lächerlich.»

Das weiss Christa Müller-Aregger vom Berufsverband der Schweizerischen Stillberaterinnen. Ein kluge Frau. Und dass ein Penis nicht nur ein Sexobjekt ist, und beim Raushängen nicht grusig wird, weiss sie sicher auch.

Ich finde den weiblichen Busen wunderschön und bin öfters hoch erfreut, wenn ein Frau denselben der Öffentlichkeit (und damit auch mir) präsentiert. Es sollte nur öfter gemacht werden. Das reinigt.