Abtreibung – Sinnvolle Prävention

6. Dezember 2007

AbtreibungPlötzlich ein Kommentar zum Artikel ‚Stirb, du angehende Rotznase‘ zum Thema Abtreibung. Da wir eine ganz neue Dimension eröffnet, und ich möchte gerne antworten. 1leben schreibt:

und jetzt rechnen wir mal nach, wie viele geborene Kinder durch Misshandlungen sterben, wie viele seelisch verkümmern…

… was bleibt da übrig?

In der Tat, gute Frage. Was bleibt da übrig? Da wird die Abtreibung geradewegs zur Prävention. Wenn ich genauer überlege, dann ist das eine tolle Idee. Wir brauchen nur die Misshandlungen, Verkümmerungen und andere Schandtaten an Kindern zu zählen, und dann diese Anzahl Kinder abtreiben. Problem gelöst. Danke 1leben, super Sache!

Was denn? Nix mehr? Einfach in den Raum stellen, und das wars? Blos nicht weiter denken, naja ist ja symptomatisch für unsere Gesellschaft. Wir leben von Schlagworten.. -applaus- , gut vorgemacht.

Naja, nachdenken war in diesem Fall nicht notwendig, dass hat 1leben ja für mich übernommen…und dann auch noch sehr fundiert und logisch eine Lösung aufgezeigt. Es scheint doch was zu bringen, ich meine das Nachdenken…sollte ich öfter versuchen.

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Stirb, du angehende Rotznase

31. August 2007

Embryo 12. Woche30 angehende Rotznasen werden in der Schweiz abgetrieben, täglich. Zum Glück 95% davon vor der 12. Woche (siehe Bild), womit die nicht angehende Mutter auch straffrei bleibt. Rund 200 Glückskinder werden täglich in der Schweiz geboren. Es wird also etwa jede siebte Schwangerschaft abgebrochen. Diese Zahlen (pdf) aus dem Jahr 2005 stammen vom Bundesamt für Statistik.

Das Strafgesetzbuch der Schweiz enthält folgende Artikel:

Art. 119 (54)
1 Der Abbruch einer Schwangerschaft ist straflos, wenn er nach ärztlichemUrteil notwendig ist, damit von der schwangeren Frau dieGefahr einer schwerwiegenden körperlichen Schädigung oder einer schweren seelischen Notlage abgewendet werden kann. Die Gefahr muss umso grösser sein, je fortgeschrittener die Schwangerschaft ist.
2 Der Abbruch einer Schwangerschaft ist ebenfalls straflos, wenn er innerhalb von zwölf Wochen seit Beginn der letzten Periode auf schriftliches Verlangen der schwangeren Frau, die geltend macht, sie befinde sich in einer Notlage, durch eine zur Berufsausübung zugelassene Ärztin oder einen zur Berufsausübung zugelassenen Arzt vorgenommen wird. Die Ärztin oder der Arzt hat persönlich mit der Frau vorher ein eingehendes Gespräch zu führen und sie zu beraten.

Jede siebte schwangere Frau in der Schweiz befindet sich also mindestens in einer Notlage. Hier, in der Schweiz, wo wir uns doch täglich auf die Schulter klopfen, dass unsere Sozialwerke funktionieren. Es gibt hier noch viel zu tun. 30 Notlagen pro Tag: Frauen, wehrt euch, das darf nicht sein. Das Gespräch mit dem Arzt ist sicher gut, aber ist es sinnvoll, den Bäcker zu fragen, ob man Brot kaufen soll oder nicht?

Auch Männer sollten sich wehren, denn sie haben auf diesen Vorgang keine Einfluss, sofern sie von der Schwangerschaft überhaupt wissen. Interessant ist auch die Tatsache, dass 50% der Abtreibungen von ausländischen Frauen gemacht werden.

Folgender Artikel im SGB machte mich auch ein wenig stutzig:

Art. 119 Fortpflanzungsmedizin und Gentechnologie im Humanbereich
2 Der … folgende Grundsätze:
a. Alle Arten des Klonens und Eingriffe in das Erbgut menschlicher Keimzellen und Embryonen sind unzulässig.

Ein bisschen rumfummeln an den Genen eines Embryos ist unzulässig und unter Strafe gestellt. Das rudimentäre Töten jedoch ist straffrei. Hergottnochmal, was müssen das für schlimme Notlagen sein? Leben soviele schwangere Frauen unter den Brücken hier? Ich bin enttäuscht.

Da Lob ich mir den Verein Mamma, die Hilfe für Mütter in Not anbieten. Die tun was.


Schwanz = mehr Geld

28. August 2007

Juso - männer verdienen mehrEinen Schwanz zwischen den Beinen zu haben hat in der Schweiz so einige Vorteile. Ich wusste schon immer, so ein Ding ist multifunktional. So verdienen wir Männer mehr Geld als die Frauen, für die gleiche Arbeit. Auf diese unhaltbare Tatsache macht uns die Juso mit ihrer neuesten Werbung aufmerksam.

Dabei können die Frauen heute die gleiche Arbeit verrichten wie die Männer. Beweise dazu gibt es zu Genüge. Man schaue sich nur das Heer der Frauen im Untertagebau, bei der Müllabfuhr, in der Schwermetallindustrie oder auf dem Bau an. Berufe die zurecht, da Risiko beladen, gut bezahlt sind. Zumindest im Vergleich zu Verkäuferin oder Coiffeuse.

Männer sterben früher als Frauen. Frauen beziehen daher länger AHV und andere Sozialversicherungen. Frauen arbeiten schliesslich weniger Wochenstunden und hören im Alter auch früher auf. Wenn nicht schon ein Kind und eine Familie sie an den Herd gezwungen hat. Um auch hier eine Gleichstellung zu erreichen, muss der Lohn der Frauen immens erhöht werden. Am besten pauschal das Doppelte eines Mannes. Somit kann sie für das soziale Wesen in der Schweiz einen gleichen Anteil leisten. Sie muss sich nicht mehr schämen.

Zum Schluss noch ein kleiner Wutausbruch. Wie blöd sind eigentlich unsere Führer in der Wirtschaft? (Nebensächlich zu erwähnen, dass die meisten davon Männer sind). Wenn die Frauen schon für weniger Geld arbeiten als die Männer, warum stellen die nicht einfach nur Frauen ein? Von einer Einsparung von 21% träumt doch jede Geschäftsleitung. Und das funktioniert solange Frauen bereit sind, für weniger Geld zu arbeiten. Hergottnochmal, denkt doch mal nach!

Edit: oben genannte Werbung findet auch Erwähnung im Genderama Blog.