Heiterkeit und Lauterkeit

6. September 2007

Der Artikel Muschi = weniger Arbeit war bisher mein Erfolgreichster, wenn man Erfolg mit Anzahl Views zählt. Komme ich mit meinem Blog auf durchschnittlich 50 Views am Tag, so waren es am Tag dieses Artikel über 600 Views.

Das veröffentlichte Bild mag dazu beigetragen haben. Es wurde zudem in verschiedene anti-feministischen Foren erwähnt: Bei den Gelben, den Blauen, und auch bei Genderama. Herzlichen Dank an die Leute, die den Artikel verlinkt haben.

Doch der Fall geht weiter. Herr KdN reicht bei der Lauterkeitskommission der Schweiz ein Beschwerde ein. Die Werbung der Juso verstösst gegen Grundsatz 3.11 (pdf) (Geschlechterdiskriminierende Werbung) und Grundsatz 17 (Verantwortlichkeit für die Werbeaussage) dieser Kommission. Zudem hat der fleissige Herr KdN unsere Bundesrätin Calmy-Rey um eine Aussage erbeten, was die Zahlen zur Lohndiskrimierung betrifft.

Die Antworten bleiben aus, werden jedoch hier veröffentlicht.

In eigener Sache: ich werde die nächsten 20 Tage in den Ferien verweilen, und dieses Blog wird solange ruhen.


Schwanz = mehr Geld

28. August 2007

Juso - männer verdienen mehrEinen Schwanz zwischen den Beinen zu haben hat in der Schweiz so einige Vorteile. Ich wusste schon immer, so ein Ding ist multifunktional. So verdienen wir Männer mehr Geld als die Frauen, für die gleiche Arbeit. Auf diese unhaltbare Tatsache macht uns die Juso mit ihrer neuesten Werbung aufmerksam.

Dabei können die Frauen heute die gleiche Arbeit verrichten wie die Männer. Beweise dazu gibt es zu Genüge. Man schaue sich nur das Heer der Frauen im Untertagebau, bei der Müllabfuhr, in der Schwermetallindustrie oder auf dem Bau an. Berufe die zurecht, da Risiko beladen, gut bezahlt sind. Zumindest im Vergleich zu Verkäuferin oder Coiffeuse.

Männer sterben früher als Frauen. Frauen beziehen daher länger AHV und andere Sozialversicherungen. Frauen arbeiten schliesslich weniger Wochenstunden und hören im Alter auch früher auf. Wenn nicht schon ein Kind und eine Familie sie an den Herd gezwungen hat. Um auch hier eine Gleichstellung zu erreichen, muss der Lohn der Frauen immens erhöht werden. Am besten pauschal das Doppelte eines Mannes. Somit kann sie für das soziale Wesen in der Schweiz einen gleichen Anteil leisten. Sie muss sich nicht mehr schämen.

Zum Schluss noch ein kleiner Wutausbruch. Wie blöd sind eigentlich unsere Führer in der Wirtschaft? (Nebensächlich zu erwähnen, dass die meisten davon Männer sind). Wenn die Frauen schon für weniger Geld arbeiten als die Männer, warum stellen die nicht einfach nur Frauen ein? Von einer Einsparung von 21% träumt doch jede Geschäftsleitung. Und das funktioniert solange Frauen bereit sind, für weniger Geld zu arbeiten. Hergottnochmal, denkt doch mal nach!

Edit: oben genannte Werbung findet auch Erwähnung im Genderama Blog.