Wiederkäuer bei Maischberger

2. April 2008

wiederkäuerWarum sind Frauen weniger wert„, fragte heute abend Frau Maischberger. Wer kann diese Frage beantworten? Sie lud dazu einige erfolgreiche Frauen ein, die diese Frage erörtern wollten. Hauptthema: der geringere Lohn von Frauen bei gleicher Arbeit.

Als Fakt steht fest: Frauen sind weniger wert. Wie masochistisch muss man (äxgusi, frau) sein, sich als weniger wert zu fühlen, und dann eine grosse Runde zu starten, um darüber zu diskutieren, warum das so ist? Therapie?

Ein Mann war auch eingeladen: dieser Rudolph, der letzte verbliebene Macho in Deutschland. Herrlich, wie er die Diskussion und Themen ignoriert indem er lieber einige Anekdoten erzählt, wie er hilflosen Frauen geholfen hat. Und damit, überraschend, aber mit Erfolg, die Frauen für sich einnehmen kann. Er nimmt die Frauen nicht richtig ernst, und kommt an damit. Und dazu noch SOO erfolgreiche Frauen. Zappendusteres Bild.

Dazu das gewöhnliche Geplänkel über die Benachteiligung der Frauen im Beruf und in der Entlöhnung. Was ich interessant fand, der gelegentlich aufblitzende Stolz, weil die anwesenden Frauen erfolgreich sind, und dafür ‚hart‘ arbeiten mussten. Wirklich hart. Eine Frau (Frau Dickmann von Mona Lisa) hat sogar die Erkenntnis, dass viele Frauen dieses (das harte arbeiten an der Karriere) doch lieber nicht wollen…weil es eben so hart und unbarmherzig zu und her geht…beim Karriere machen…und würden dann doch lieber einen Mann diese Härte ausstehen lassen…und sich dann gesund scheiden lassen. Ein seltener Augenblick der Klarheit, der die Frau Dickmann sogar selber sichtlich erschreckte.

Aber wenn es so hart ist, warum machen es dann die Männer? Haben sie es leichter? Haben sie keine Konkurenz, keine Hindernisse? Warum ist ein Mann es sich wert, diesen Weg zu gehen? Warum ist Frau es sich nicht wert, diesen Weg zu gehen? Weil es billiger, einfacher geht?

Zum Schluss ein Zitat von Sabine Asgodom: „Frauen sind bei Lohnverhandlungen zu weich.“

In diesem Sinne.

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Antwort auf Genderblog

14. Dezember 2007

Auch Männer haben eine ChanceEiner meiner liebsten Blogs enthält einen Brief, wo Paula sich an ein Gespräch mit den Herren AH1 und AH2 erinnert, welches sie anlässlich der Einführung des Gleichstellungsgesetzes in Deutschland führte. Da sie diesen Brief leider nicht verschickt hat und somit nichts davon hat, möchte ich hier darauf antworten.

Lieber AH1, Lieber AH2!

Liebe Paula,

ich habe die Einführung und deine Wiedergabe des Gesprächs bewusst ausgelassen und komme direkt zu den Stellen, die ich kommentieren möchte.

Habt ihr schon erraten wo der Stein piekt? Nee, sonst hättet ihr die Unterhaltung nicht so laufen lassen. Also der Stein piekt an der Stelle besonders: „wenn wir Frauen fördern dann wollen bald auch alle andern Randgruppen gefördert werden“

In der Tat, doofe Aussage.

Lieber AH1! Frauen sind keine Randgruppe, genau genommen stellen sie ca. 50% der Weltbevölkerung. Und, es sei denn du kannst beweisen, dass das „Intelligenzgen“ auf dem Y-Chromosom sitzt, müssen wir davon ausgehen, dass Frauen und Männer genetisch „gleichgestellt“ sind.

Ich kann mir nur schwer vorstellen, was du mit genetisch gleichgestellt meinst, denn genetisch sind Frau und Mann durchaus verschieden. Ich vermute jedoch, dass du meinst, dass weder Frau noch Mann intelligenter sind als das Gegenüber. In der Tat gibt es keine wissenschaftliche Hinweise, die einen Unterschied ausweisen würden.

Das bedeutet, dass in all den Berufen wo besonders viel Intelligenz gefordert ist gleich viele Frauen und Männer vertreten sein sollten.

Warum sich auf die Berufe mit Intelligenzanforderung beschränken? Ich habe einen besseren Vorschlag: 30% Blonde, 30% Braunhaarige, 30% Schwarzhaarige, 10% Rothaarige. Und zwar überall! Sei es die Bundesregierung, Vorstand von Banken, Müllabfuhr oder Bauer. Spricht doch nichts dagegen. (Die genauen Zahlen sind sicherlich in Statistiken zu finden).

Es gibt da wunderbare Statistiken über die Anzahl der Frauen auf höheren Karrierestufen die alle einmütig zeigen, dass die Anzahl der Frauen mit der Gehaltsstufe abnimmt.

Das stimmt. Bergarbeiter (nur ein Beispiel eines Risikoberufes) verdienen locker mal das Doppelte einer Friseuse oder Putzfrau. Auch hier herscht jedoch ein Mangel an Frauen. Doch Frauen lassen wir nicht in den Berg, wo kämen wir denn da hin?

Warum nun sind Frauen in „Bestimmerpositionen“ so rar? „Weil sie die Kinder kriegen.“ War deine Antwort. Guck dir doch mal die schwangeren Frauen in deiner Bekanntschaft an, wie lange sind sie wirklich unfähig zu arbeiten? Ich schätze mal höchstens drei Monate. Wenn du das mal die Anzahl an Kindern nimmst die eine Durchschnittsfrau bekommt, macht dass 4,5 Monate im Leben die eine Frau weniger Arbeiten kann als ein Mann. Ist das Grund genug, ihr den Rest des Lebens die Karriere zu verweigern?

Ich kenne kein Gesetz dass einer Frau ihre Karriere verweigert. Das war auch so, bevor das Gleichstellungsgesetz gekommen ist.

Und nein, Frauen haben keinen „natürlichen“ Mutterinstinkt der den Vaterinstinkt übertrifft, das ist anerzogen.

Jeder Mann sollte sich das bei der nächsten Sorgerechtsverhandlung um den Hals hängen. Bravo!

Aber zurück zum Thema Frauenförderung; Ein Argument dagegen ist immer, dass es schon viele geniale Männer aber keine genialen Frauen in der abendländischen Geschichte gibt.

Also für mich ist dieses Argument neu. Ich höre viel öfter, dass man nichts fördern sollte, was keine Förderung benötigt. Scheint mir auch logischer zu sein.

Ergo sind Frauen entweder insgesamt dümmer, oder es gibt keine so große Varianz wie bei Männern, weswegen sie dann nicht fähig sind gleich hohe Positionen zu belegen wie Männer. An dieser Stelle füge ich wieder das Intelligenzgenargument ein.

Ja klar. In die hohen Position lassen wir euch gerne rein. Die Drecksarbeit und Risikoberufe, dort wollen wir alleine bleiben. Kommt ja nicht auf den Gedanken, euch auch noch hier breit zu machen. Wir sterben schliesslich gerne 7 Jahre früher.

Ihr kennt sicher auch das Zitat von XY der sagte: „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau, die ihm den Rücken frei hält.“ Das ist als Trostpflaster gedacht für all die Frauen die zurückstecken um ihren Männern eine Karriere zu ermöglichen.

Manch ein Mann hätte gerne solche Trostpflaster. Den ganzen Tag nichts tun, seiner Frau zur Seite stehn, mit dem vielen Geld das Haus in Schuss halten, ab und an ein paar Werkzeuge, Fernseher, Playstations einkaufen. Alle mal besser als 10 Stunden im Loch zu schuften. Oder unterschätze ich Männer?

Dies ist in der Tat auch eine ehrenwerte Sache, bloß sind moderne Frauen nicht mehr willens sich aufzuopfern.

Sehe ich genau so. Ohne Aufopferung jedoch gibt’s wohl auch keine Karriere. Wenn ihr lieber malochen wollte, bitte, niemand verdenkt es euch.

Nachdem sie Jahrhunderte lang gedacht haben es ist so, stellen sie nun fest, dass sie nicht mehr auf sich herum trampeln lassen müssen.

Mann, das hat aber gedauert.

Moderne Frauen wollen lieber selber für sich sorgen können, nicht angewiesen sein auf einen gütigen Gönner.

Wie du darauf kommst, ist mir schleierhaft. Genauso ist mir schleierhaft, warum Frauen auf ein angenehmes Leben verzichten wollen. Findet ihr alle Arbeit so geil? Wenn dem so wäre, warum arbeiten dann nicht mehr Frauen?

Dabei haben sie daran gefallen gefunden ihre Talente zum Einsatz zu bringen, auch in typischen Männerdomänen.

…wie zum Beispiel Bergbau, Schwermetallindustrie, LKW-Fahrer, Armee und Müllabfuhr. Diese Domänen werden geradezu von Frauen überrollt. Weiter so!

Warum denn nun, gibt es keine genialen Frauen? Sie haben sich verzettelt. Ihre klugen Gedanken wurden nicht in Experimente oder Musik oder Schrift umgesetzt. Irgendwo zwischen Wäsche waschen und Kinder großziehen, für die Ernährung der Familie sorgen sind die Gedanken abhanden gekommen. Nicht nur das, sollte eine Frau mal eine Minute Zeit gehabt haben, um Gedanken aufzuschreiben, so konnte sie das nicht, weil sie nicht schreiben konnten, oder weil sie keine formale Ausbildung hatten.

Die Zeiten sind, gottlob, lange vorbei.

Aus. Schluss. Vorbei. Es bringt nichts der Vergangenheit nach zutrauern.

Meine Rede.

Wie können wir es besser machen? Indem wir den genialen Frauen die unter uns sind alle Möglichkeiten geben ihre Talente aus zuleben.

Was machen wir mit den anderen 90% (ich meine die Nicht-Genialen)? Das gleiche wie mit den 90% Männern, die nicht mit Genialität gesegnet sind?

Ich denke da habt ihr nichts dagegen. Ihr habt nur etwas dagegen, dass nicht so geniale Frauen auf kosten der genialen Männer gefördert werden.

Ich warte immer noch auf eine geniale Frau, die Förderung nötig hätte.

Ihr habt Angst, dass das männliche Talent verkannt wird. Tausende von Jahren sind mäßige und schlecht Männer auf kosten von genialen Frauen bevorzugt worden.

Ja, schlimm. Diese Bevorzugung, sich zu Tode zu arbeiten. Fand ich auch grässlich. Igitt!

Lasst den Frauen doch mal ein paar Jahre/Jahrzehnte. Erst wenn das Potential in allen Menschen erreichbar ist, können wir nur die Besten fördern.

…und die, die ein bisschen hinterher hinken, lassen wir liegen? Genial, für mich.

Ich kenne viele Leute die behaupten Frauen könnten Mathematik und Naturwissenschaften nicht verstehen, es sei zu logisch. Viele Mädchen lassen sich davon einschüchtern. Es wird ihnen ständig erzählt, bis sie es glauben. Das einzige was da hilft ist ein leuchtendes Gegenbeispiel. AH1 du hast ganz richtig angemerkt, dass wir in der Schule eingreifen müssen um die eingefahrenen Verhaltensmuster zu durchbrechen. Aber solange Chemieprofessor XY sagt ihr seid auch gut, Mädels, ist das nur eine Gegenmeinung. Erst wenn Chemieprofessorin XX sagt seht her hier bin ich, zum anfassen, ihr könnt das auch wenn ihr nur wollt, können wir gegen die Indoktrination angehen.

Meines Wissens sind die Grosszahl der Lehrkräft in der Vorschul- und Grundausbildung weiblich. Oder? Zudem wird der Grossteil der Kinder von Müttern grossgezogen. Die Männer sind ja auf Arbeit oder haben sich aus dem Staub gemacht. Wer, liebe Paula, betreibt da wohl die meiste Gehirnwäsche?

Deshalb würde ich auch eine etwas klitztklein wenig schlechter Professorin in kauf nehmen, um die genialen Frauen herauszulocken die in unseren indoktrinierten Mädchen sitzen.

Ja, Mittelmass auf dem Professorenstuhl. Pisa lässt grüssen.

Bleiben die Jungs dabei auf der Strecke? Who knows?

A lof of studies know.

Frauenförderung heißt nicht Männerbenachteiligung.

Jede Arte von Bevorzugung impliziert eine Benachteiligung. Ist doch logisch. Eine Analogie zur Erläuterung spare ich mir.

Wenn ihr andere Mittel als Quotenfrauen finden wollt um an die genialen Menschen zu kommen bin ich gerne dabei.

Da gibt’s nichts zu suchen. Genialität setzt sich durch.

Bloß hört auf das Problem wegreden zu versuchen nur damit ihr nicht eure Privilegien aufgeben müsst.

Welche Privilegien meinst du? Die Wehrpflicht? Das frühere Sterben?

Gruß Paula.

Gruss Artie


Wenn Bauern erleuchtet werden

13. Dezember 2007

Frauen sind billiger.Nein, es geht hier nicht um die fabelhafte Serie ‚Bauer sucht Frau‘ auf RTL. Der gleiche Sender lieferte im Magazin ‚EXTRA‘ Aufklärung, die leider immer noch bitter nötig ist.

Ein Bauer, scheu und mit Kühen gut bewandert, beklagt seine Hemmungen, auf Frauen zuzugehen. EXTRA hilft und stellt dem jungen feschen Landwirt einen Flirtberater an die Seite. Und siehe da: ein paar klein Tips, und schon lassen sich die Frauen ansprechen. Das Geheimnis? Eine Runde Glühwein für den Turnverein auf einem Weihnachtsmarkt. Der junge Bauer ist beeindruckt. Die Frauen reden mit ihm, hören ihm zu, ja, man möchte sogar sagen, flirten was das Zeug hält.

Es fühlt sich nun sicher, weiss jetzt wie es geht. Sein Selbstbewusstsein steigt. Ein einfacher Hinweis hat dafür gereicht. Solche Lebenshilfen gehören meines Erachtens in die Grundausbildung der jungen Männer. Na dann, prosit!