Stirb, du angehende Rotznase

Embryo 12. Woche30 angehende Rotznasen werden in der Schweiz abgetrieben, täglich. Zum Glück 95% davon vor der 12. Woche (siehe Bild), womit die nicht angehende Mutter auch straffrei bleibt. Rund 200 Glückskinder werden täglich in der Schweiz geboren. Es wird also etwa jede siebte Schwangerschaft abgebrochen. Diese Zahlen (pdf) aus dem Jahr 2005 stammen vom Bundesamt für Statistik.

Das Strafgesetzbuch der Schweiz enthält folgende Artikel:

Art. 119 (54)
1 Der Abbruch einer Schwangerschaft ist straflos, wenn er nach ärztlichemUrteil notwendig ist, damit von der schwangeren Frau dieGefahr einer schwerwiegenden körperlichen Schädigung oder einer schweren seelischen Notlage abgewendet werden kann. Die Gefahr muss umso grösser sein, je fortgeschrittener die Schwangerschaft ist.
2 Der Abbruch einer Schwangerschaft ist ebenfalls straflos, wenn er innerhalb von zwölf Wochen seit Beginn der letzten Periode auf schriftliches Verlangen der schwangeren Frau, die geltend macht, sie befinde sich in einer Notlage, durch eine zur Berufsausübung zugelassene Ärztin oder einen zur Berufsausübung zugelassenen Arzt vorgenommen wird. Die Ärztin oder der Arzt hat persönlich mit der Frau vorher ein eingehendes Gespräch zu führen und sie zu beraten.

Jede siebte schwangere Frau in der Schweiz befindet sich also mindestens in einer Notlage. Hier, in der Schweiz, wo wir uns doch täglich auf die Schulter klopfen, dass unsere Sozialwerke funktionieren. Es gibt hier noch viel zu tun. 30 Notlagen pro Tag: Frauen, wehrt euch, das darf nicht sein. Das Gespräch mit dem Arzt ist sicher gut, aber ist es sinnvoll, den Bäcker zu fragen, ob man Brot kaufen soll oder nicht?

Auch Männer sollten sich wehren, denn sie haben auf diesen Vorgang keine Einfluss, sofern sie von der Schwangerschaft überhaupt wissen. Interessant ist auch die Tatsache, dass 50% der Abtreibungen von ausländischen Frauen gemacht werden.

Folgender Artikel im SGB machte mich auch ein wenig stutzig:

Art. 119 Fortpflanzungsmedizin und Gentechnologie im Humanbereich
2 Der … folgende Grundsätze:
a. Alle Arten des Klonens und Eingriffe in das Erbgut menschlicher Keimzellen und Embryonen sind unzulässig.

Ein bisschen rumfummeln an den Genen eines Embryos ist unzulässig und unter Strafe gestellt. Das rudimentäre Töten jedoch ist straffrei. Hergottnochmal, was müssen das für schlimme Notlagen sein? Leben soviele schwangere Frauen unter den Brücken hier? Ich bin enttäuscht.

Da Lob ich mir den Verein Mamma, die Hilfe für Mütter in Not anbieten. Die tun was.

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4 Responses to Stirb, du angehende Rotznase

  1. theolounge sagt:

    gruss von theolounge.de

  2. 1leben sagt:

    und jetzt rechnen wir mal nach, wie viele geborene Kinder durch Misshandlungen sterben, wie viele seelisch verkümmern…

    … was bleibt da übrig?

  3. 1leben sagt:

    Was denn? Nix mehr? Einfach in den Raum stellen, und das wars? Blos nicht weiter denken, naja ist ja symptomatisch für unsere Gesellschaft. Wir leben von Schlagworten.. -applaus- , gut vorgemacht.

  4. […] – Sinnvolle Prävention Plötzlich ein Kommentar zum Artikel ‘Stirb, du angehende Rotznase’ zum Thema Abtreibung. Da wir eine ganz neue Dimension eröffnet, und ich möchte gerne antworten. […]

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